Epilepsie Medikamente

Epileptische Anfälle beim Hund können ausschließlich mit Medikamenten behandelt werden. Eine andere Epilepsiebehandlung gibt es für Hunde nicht. Bevor überhaupt Epilepsie Medikamente zum Einsatz kommen, ist eine Abklärung der epileptischen Anfälle beim durch den Tierarzt notwendig.

Epilepsie Medikamente für Hunde werden nur bei einer primären idiopathischen Epilepsie eingesetzt. Bei epileptischen Anfällen, die auf eine bestimmte Grunderkrankung zurückzuführen sind, werden andere therapeutische Maßnahmen bzw. andere Medikamente eingesetzt.

Epilepsie-Behandlung

Die Behandlung von Epilepsie bei Hunden sollte die Anfallshäufigkeit, die Dauer der Anfälle und die Schwere der epileptischen Anfälle bei Hunden zum Ziel haben. Dabei steht auch die Lebensqualität der Hunde und die ihrer Besitzer im Vordergrund. Die Epilepsiebehandlung bei Hunden ist immer eine Langzeittherapie. Epileptische Anfälle können nicht geheilt werden. Epilepsie Medikamente für Hunde können die Anfallshäufigkeit, Schwere und Dauer reduzieren. Im günstigsten Fall können Medikamente gegen Epilepsie eine Anfallsfreiheit oder zumindest eine deutliche Reduzierung der Anfallshäufigkeit erreichen. Dabei müssen auch die Nebenwirkungen der Medikamente berücksichtigt und entsprechend niedrig gehalten werden, damit die Lebensqualität nicht leidet.

Bevor überhaupt Epilepsie Medikamente bei Hunden eingesetzt werden, wird der Tierarzt die Anfallshäufigkeit und die Schwere der epileptischen Anfälle ermitteln. Hier ist er auf möglichst detaillierte Informationen vom Tierhalter angewiesen. In der Regel kommt Epilepsie beim Hund während eines Tierarzt Besuches selten vor.

Eine Therapie von Epilepsie beim Hund wird empfohlen ab 3-4 Anfällen innerhalb weniger Monate. Bei einem einzelnen epileptischen Anfall beim Hund wird noch kein Epilepsie Medikament gegeben. Auch bei 4-6 leichten epileptischen Anfällen pro Jahr kann in der Regel auf eine medikamentöse Therapie verzichtet werden. Sollten sich die epileptischen Anfälle bei dem Hunden häufen und die Anfälle schwerer und länger werden, muss mit einer medikamentösen Behandlung begonnen werden. Bei Serienanfällen (mehr als 2 Anfälle pro Tag) sollte sehr schnell mit einer medikamentösen Therapie begonnen werden. Je schneller der Hund Epilepsie Medikamenten bekommt, desto größer sind die Chancen auf Anfallsreduktion oder sogar Anfallsfreiheit.

 

 

 

Epilepsie beim Hund bedeutet Langzeittherapie

Die Behandlung von Epilepsie bei Hunden ist immer eine Langzeittherapie. Medikamente können die Epilepsie beim Hund nicht heilen. Sie können die Häufigkeit der epileptischen Anfälle beim Hund und ihre Intensität und Dauer reduzieren. Im günstigsten Fall kann mit Epilepsie Medikamenten eine Anfallsfreiheit beim Hund erreichen.

Epilepsie bei Hunden - Lebenserwartung

Epilepsie beim Hund ist nicht heilbar. Epilepsie bei Hunden kann aber gut medikamentös behandelt werden. Eine optimale Behandlung mit Epilepsie-Medikamenten und regelmäßige Therapiekontrollen helfen bei ca. 80 % der Hunde die epileptischen Anfälle zu reduzieren, Ihre Dauer zu verkürzen und die Schwere der Anfälle zu mindern. Für den Hund und für den Hundehalter bedeutet das nicht nur mehr Lebensqualität, sondern auch das die Lebenserwartung für Hunde mit Epilepsie nicht zwangsläufig geringer ist. Ein Hund mit Epilepsie, der gut auf die medikamentöse Therapie anspricht, kann durchaus eine Lebenserwartung von 10 Jahren haben.

Epilepsie-Medikamente

Epilepsien beim Hunden können nur im Rahmen einer Langzeittherapie erfolgreich behandelt werden. Epilepsie Medikamente werden nur bei primären idiopathischen Epilepsien eingesetzt. Bei symptomatischen Epilepsien muss die Krankheitsursache, die epileptische Anfälle auslöst, behandelt bzw. beseitigt werden.

Für die Behandlung der idiopathischen Epilepsie stehen verschiedene Wirkstoffe / Medikamente zur Verfügung. Der Tierarzt entscheidet je nach Häufigkeit, Schwere und Dauer der epileptischen Anfälle, welches Medikament für den betroffen Hund in Frage kommt. Wenn die Therapie mit einem Epilepsie Medikament nicht zum erhofften Therapieerfolg führt, wird in der Regel ein weiteres Medikament (add on) eingesetzt, um die Anfallshäufigkeit zu reduzieren. In der Langzeittherapie bei Epilepsie beim Hund werden meist folgende Wirkstoffe allein oder in Kombination eingesetzt: Phenobarbital, Kaliumbromid und Imepetion.

 

Phenobarbital

Der Wirkstoff Phenobarbital wird als Mittel gegen Epilepsie in der Humanmedizin und in der Tiermedizin eingesetzt. Phenobarbital hat ein breites Wirkspektrum und fast alle Hunde mit primären epileptischen Anfällen profitieren von einer Phenobarbital-Therapie. Dieser Wirkstoff ist schon seit vielen Jahren verfügbar und wird schon lange bei Hunden mit Epilepsie eingesetzt. Entsprechend groß sind die Erfahrungen der Tierärzte mit Phenobarbital.

Phenobarbital wird zuerst in Monotherapie gegeben. Nach zwei bis drei Wochen tritt bei gleich bleibender Dosierung in der Regel der Therapierfolg ein. Der Phenobarbital Wirkstoffspiegel im Blut sollte regelmäßig gemessen werden. Die sedierenden Effekte von Phenobarbital wie Müdigkeit, Trägheit und Schwindel können zu Behandlungsbeginn groß sein. Daher ist es ratsam, dass die Behandlung von großen und schweren Hunden mit Phenobarbital einschleichend begonnen wird und die Dosis erst langsam gesteigert wird. Meist lässt im Laufe der Zeit die sedierende Wirkung von Phenobarbital nach und die Hunde verhalten sich wieder normal.

Kaliumbromid

Kaliumbromid wird wie Phenobarbital gleichermaßen in der Humanmedzin und Tiermedizin eingesetzt. Kaliumbromid wird seit vielen Jahren bei primären generalisierten Epilepsieformen verordnet. Entsprechend groß sind die Erfahrungen mit diesem Wirkstoff bei Epilepsien beim Hund. Oft wird Kaliumbromid in Kombination eingesetzt. Wenn Phenobarbital nicht den erhofften Therapieerfolg bringt, verordnet der Tierarzt meist zusätzlich Kaliumbromid. Kaliumbromid wird aber auch in Monotherapie gegeben. Kaliumbromid Blutspiegel bauen sich nur langsam auf. Nach ca. 60-80 Tagen kann mit einer vollen Wirksamkeit gerechnet. Die Blutspiegel von Kaliumbromid sollten in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden.

Bei der (zusätzlichen) Gabe von Kaliumbromid kann es zu sedierenden Effekten kommen wie z. B. Schläfrigkeit, unsicherer Gang und Schwindel. Bei der Behandlung mit Kaliumbromid sollte der Tierhalter unbedingt auf eine gleichmäßige Kochsalzzufuhr achten. Schwankungen im Kochsalzgehalt des Futters können zu einer verminderten oder erhöhten Ausscheidung von Kaliumbromid führen. Die Folgen wären z. B. zunehmende Müdigkeit beim Hund oder vermehrt auftretende epileptische Anfälle.

Imepitoin

Imepitoin gehört zu den neuen Wirkstoffen, die bei Epilepsie beim Hund eingesetzt werden. Imepitoin baut nach 2-3 Tagen wirksame Blutspiegel auf. Eine Kontrolle des Wirkstoffspiegels ist nicht notwendig. Bei ungenügenden Therapieerfolg mit Imepitoin kann dieser Wirkstoff in Kombination mit Phenobarbital und Kaliumbromid verabreicht werden.

Nebenwirkungen von Imepitoin sind Unruhezustände und gesteigerter Appetit und vermehrtes Trinken mit entsprechend hoher Harnausscheidung