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Epileptische Anfälle im Alltag

Epileptische Anfälle beim Hund  sind im alltäglichen Leben nicht einfachen zu handhaben. Im täglichen Umgang mit dieser Erkrankung sollten verschiedene Maßnahmen berücksichtigt werden. Die unten aufgeführten Maßnahmen können den Alltag für Hund und Hundehalter erleichtern und zum Therapieerfolg beitragen. Denken Sie immer daran, dass Epilepsie nicht heilbar ist und eine Langzeittherapie erforderlich ist. Epileptische Anfälle und ihre Behandlung mit Epilepsie Medikamenten müssen vom Hundehalter gewissenhaft begleitet und durchgeführt wird. Hierzu gehören u. a. die regelmäßige Medikamentengabe  verbunden mit  Kontrolluntersuchungen beim Tierarzt. Alle hier vorgeschlagenen Maßnahmen können  die Epilepsie beim Hund verbessern und beeinflussen seine Lebenserwartung positiv.

Epilepsie Medikamente verabreichen

Medikamente zu den Futterzeiten

Achten Sie drauf, dass Ihr Hund regelmäßig die Epilepsie Medikamente bekommt. Geben Sie Ihrem Hund das Medikament möglichst zusammen mit dem Futter. Für Hunde mit empfindlichen Magen sind Epilepsie Medikamente zusammen mit Futter verträglicher.

EpilepsieMedikament
Epilepsie Medikamente müssen regelmäßig gegeben werden

Gleichmäßige Kochsalzzufuhr

Wenn Ihr Hund Kaliumbromid bekommt, achten Sie bitte auf eine gleichmäßige Kochsalzzufuhr. Eine Futterumstellung mit verändertem Kochsalzgehalt kann zu einer verminderten oder zu einer erhöhten Ausscheidung von Kaliumbromid führen. Die Folge wären z. B. zunehmende Müdigkeit beim Hund oder vermehrt auftretende epileptische Anfälle.

Keine Dosisreduktion

Verändern Sie nicht ohne Absprache mit dem Tierarzt die Dosierung der Epilepsie Medikamente. Eine Dosisreduktion kann epileptische Anfälle provozieren

Regelmäßige Medikamentengabe

Geben sie Ihrem Hund die Medikamente regelmäßig zu bestimmten Zeiten. Auch unregelmäßige oder vergessene Medikamentengaben können erneute epileptische Anfälle provozieren.

Kochsalzzufuhr
Eine gleichmäßige Kochsalzzufuhr muss eingehalten werden.

Verhalten während und nach einem epileptischen Anfall beim Hund

Verhalten während eines Anfalls

Wenn Sie merken, dass ihr Hund einen epileptischen Anfall bekommt, räumen Sie bitte alle Gegenstände beiseite, an denen sich Ihr Hund verletzen könnte. Wenn Ihr Hund am Boden liegt, legen Sie ihm eine weiche Unterlagen unter dem Kopf, damit er sich bei heftigen Muskelzuckungen nicht verletzen kann.

Während des epileptischen Anfalls sollten Sie bei Ihrem Hund bleiben und für Ruhe sorgen. Radio und Fernseher sollten abgeschaltet werden und wenn möglich der Raum etwas verdunkelt werden. Andere Personen - speziell Kinder - sollten den Raum verlassen.

Erholungszeit nach dem Anfall

Nach einem epileptischen Anfall sollten Sie in der Nähe Ihres Hundes bleiben. Viele Hunde sind nach epileptischen Anfällen desorientiert, taumelig und benommen. Geben Sie Ihrem Hund Zeit sich zu erholen.

Tierarzt informieren

Bei epileptischen Anfällen, die länger als 5 Minuten dauern und oder bei Anfällen, die sich in einem kurzen Zeitraum wiederholen, sollte Sie den Tierarzt kontaktieren.

Videoaufnahmen vom Anfall

Wenn möglich, filmen Sie bitte die Anfälle ihres Hundes. Diese Videoaufnahmen können für den Tierarzt sehr hilfreich sein, um die optimale Epilepsie Behandlung für Ihren Hund festzulegen.

Anfallstagebuch führen

Führen Sie ein Anfallstagebuch bzw. Protokoll, beobachten Sie Ihren Hund genau und notieren Sie immer nach einem Anfall folgende Punkte und Auffälligkeiten:

  1. Zeitpunkt und Datum des Anfalls
  2. Anzeichen und Auffälligkeiten vor einem Anfall
  3. Eventuelle Auslöser eines Anfalls
  4. Beschreibung des epileptischen Anfalls (Dauer, Schwere, Anfallsserie)
  5. Verhalten nach dem Anfall (z. B. Benommenheit, Kontrollverlust von Blase und Darm)

Diese Beobachtungen und Angaben sind für den Tierarzt wichtig, um die Epilepsie beim Hund von anderen Erkrankungen abzugrenzen. Diese Informationen helfen dem Tierarzt für die Epilepsie beim Hund die besten Behandlungsmaßnahmen einzuleiten sowie den Epilepsieverlauf und Therapierfolg zu kontrollieren

Anfallstagebuch
Ein Anfallstagebuch kann sehr hilfreich sein