Was sind die häufigsten Fehler bei
der Therapie der Epilepsie beim Hund?

Dosierungsfehler:

Nicht selten wird die Therapie mit viel zu niedrigen Dosierungen begonnen, Dosierungen, die nicht wirksam sind und dennoch aus Angst vor Nebenwirkungen lange Zeit nicht erhöht werden. Wegen der sedativen Nebenwirkungen und aus Angst vor einer Leberschädigung wird bei nicht ausreichender Information die verordnete Dosis oft reduziert und nach erneuten Anfällen kurzzeitig wieder erhöht, eine Schaukeltherapie, die nicht zum Erfolg führen kann!
Auch zu groߟe Dosierungsintervalle (eine Tagesgabe) oder eine ungleiche Verteilung der Tagesdosis können für ein Therapieversagen verantwortlich sein, da die Serumkonzentration des Antiepileptikums zwischen unwirksamem und toxischem Bereich schwanken kann.

Fehlinterpretation des therapeutischen Bereiches:

Diese führt leicht dazu, dass vor Erreichen des oberen Grenzwertes ein zweites Antiepileptikum gleichfalls unterdosiert zugegeben oder ein viel zu rascher Medikamentenwechsel vorgenommen wird, oft zu einem Medikament, das weit weniger oder gar nicht für den Hund geeignet ist. Grundsätzlich sollte ein Antiepileptikum voll aufdosiert werden bevor ein Wechsel oder eine Add-on-Therapie erfolgt.

Dosisreduktion:

Diese erfolgt nicht selten zu früh, oft schon nach sehr kurzer anfallsfreier Zeit und meist gegen die Anweisung des Tierarztes. Nicht nur ein Therapieabbruch sondern auch vergessene und unregelmäߟige Medikamentgaben können zu Entzugskrämpfen führen.